Simeon Salos
SIMEON, der »Narr in Christus« u. JOHANNES: Asketen (»Narren in Christus, geb. im. 6. Jh. in Edessa in Syrien, gest. Ende des 6.
Jh., Fest: 21.7. - S. und J., der Gefährte des S., kamen nach Jerusalem und zogen sich in das Kloster des hl. Gerasimos zurück. - Mit
dem Mönchsgewand bekleidet, lebten sie 40 Jahre in Strenge und asketischen Übungen in der Wüste. S. siedelte dann nach Emesa über.
Dort lebte er das Leben eines »Narren in Christus« , »Salos« genannt. Erst nach seinem Tode wurde S. wieder erkannt. Von den
Menschen, die ihn von früher her kannten, kamen viele Berichte über sein Leben zusammen. All diese Nachrichten jedoch dienten nach
Meophytos Edelby »der Erbauung und dem Nutzen der Gläubigen.« - Im Troparion zu ihrem Feste am 21. Juli heißt es: »Wende nicht
von uns Dein Erbarmen, sondern leite auf ihre Fürsprache hin unser Leben in Frieden.« - B. Kotter umschreibt seine Bedeutung so:
»Unter dem Schutz der Narrenfreiheit fand er apostol. Zugang zu den Reichen und zu den Verlorenen und Verstoßenen. Wirkte durch
sein Beispiel im Osten stark auf die Nachwelt«. Dies in der asket. Sonderform des russ. Mönchtums. (Jurodiwyi).

Lit.: Liturgikon-»Meßbuch der Byzantinischen Kirche« (Ed. Neophytos Edelby), Recklinghausen 1967, 934; - Acta SS Iul. (1719)
129-169; - Synaxarium CP 833 f.; - BHO 1127; - Bardenhewer V 137 f; - Kyrios 3 (Königsberg 1938) 1-55; - MartRom 25; -
Baudot-Chaussin VII 17 ff.; - BHG 1677 ff.; - G. Garitte, Le calendrier palest.-georgien... (Bru 1938) 285; - Beck 140 (Lit.) 433 f.; -
RGG IV 1308 (s. v. Narrheit)., LCHI Bd. 8, Sp. 361 (K.G. Kaster-C. Squarr); - LThK Bd. IX2 Sp. 1214 (B. Kotter); - H. Skrobucha:
Kunstsammlungen der Stadt Recklinghausen-Ikonenmuseum, 19765 Nr. 279.

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Autor: Ekkart Sauser
Quelle:  BBKL



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Updated: 11.10.1998
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