Die Briefe der türkischen Regierung im bezug auf das Verbot der syrischen Erziehung  
 Eigene Übersetzung aus dem Englischen
 
Der Brief Istanbuler Abgeordner´Ercan Karakas (P. M.)
Der Brief des Innenminister Murat Basesgioglu
(Stempel) 
T.G.N.V 
Republikanische Volkspartei 
Vorstandsvorsitzender 
Datum: Dezember 10.1997 
Nummer: 844 

An den Vorsitzenden der Türkischen Großen National Versammlung 

Unten sind meine Fragen, die ich mit der Bitte um eine schriftliche Antwort beim Innenminister vorlege. 

(Unterschrift) 
Ercan Karakas 
Istanbuler Abgeordnete (P.M.) 

In den letzten Tagen gab es verschiedene Presseberichte bezüglich des Verbots des Gouverneurs von Mardin, im syrischen Kloster 
religiöse Erziehung zu erteilen. 

Fragen: 
1. Sind diese Berichte richtig? 
2. Wenn sie richtig sind, warum hatte der Gouverneur von Mardin diese Schritte vollzogen und auf welcher rechtlichen Basis geschah 
das? 
3. Billigen Sie diese Entscheidungen, die abzielen auf die Zerstörung des Glaubens und des Lebens der Syrer und Chaldäer, die seit 
Jahrhunderten in Mardin leben und ein Teil der Kultur Anatoliens sind? 
4. Ist bis heute irgend eine administrative Untersuchung oder Nachforschung bezüglich dieser Entscheidung von Ihrem Ministerium durchgeführt worden? 
5. Wenn das geschehen ist, was war das Ergebnis dieser besagten Nachforschung? 

 
Türkische Republik 
Minister für interne Gelegenheiten 
Generaldirektorat für Einvohner 
Nummer: B050PGM07100001-/23108 

An den Vorsitzenden der Türkischen Großen National Versammlung 
(Vorsitzender des Justiz- und Urteilsamtes) 

Folgenden sind die Antworten auf die eingereichten Fragen (7/3973), erbeten als schriftliche Antwort durch mich an den Istanbuler 
Abgeordneter (P.M.) Ercan Karakas. 
Hochachtungsvoll 

Unterschrift) 
Murat Basesgioglu 
Minister 

Verteilung: 
Auf Gesuch: Vorsitzender der T.G.N.V. 
Zur Information Ministerpräsident 

Bezüglich der schriftlichen Mitteilung (datiert Dezember 24.1997), die vom Gouverneursamt erhalten wurde und sich auf den genannten Vorgang bezieht; 

Es wurde entschieden: 
 daß das Verbot der religiösen Erziehung unserer syrischen Bürger ein falscher und spekulativer Bericht war
 daß es keine solche Entscheidung gab, und daß keine Einmischung beabsichtigt war, den Gottesdienst der Kirchengemeinden zu begrenzen oder zu verbieten, die zur christlichen Religion gehören und unter der Schirmherrschaft der acht Stiftungen versammelt sind; 
 daß der Metropolit der Niederlande Yeshu Cicek, der Metropolit von Istanbul Filüksinos Yusuf Cetin, der Metropolit von Midyat Deyrul Umur (Mor Gabriel) Kloster Timotheos Samuel Aktas und der Apt von Mardin Deyrul Zafaran (Kloster) Ibrahim Türker zusammen mit 
den Istanbuler und Midyat Gemeinden das Gouverneursamt, die Sicherheitsbehörde, das Stadtverwaltungsamt, das Polizeiführungsamt und die Sicherheitsdirektionen besucht haben; 
 daß sie von Pressebeobachtern ebenso wie von kirchlichen Offiziellen begleitet waren; 
 daß die Gespräche geführt wurden, indem Sicherheits- maßnahmen und Beschwerden darüber von außerhalb der Türkei zum Ausdruck gebracht wurden, und daß es bezüglich dieser Vorgänge ebenso keine negative Beschwerde gab, wie zum Ausdruck gebracht wurde, daß 
sie zufrieden wären auf Grund der guten Bemühungen und Toleranz; 
 daß die Richtlinien, die von der Generaldirektion der Stiftungen beaufsichtigt und vorgeschlagen worden sind und die Befehle unseres Ministeriums unseren Bürger erläutert worden sind; 
 daß in dem Fall, wenn Einheimische und Ausländer, die kommen und als Langzeit-Gäste bleiben - besonders in den Kirchen, die außerhalb der Stadtgebiete liegen - darum bitten, Sicherheitsmaßnahmen und Schützaktionen vorgenommen werden; 
 daß es nicht möglich ist, Aktionen zu erlauben, die nicht mit den Gesetzen übereinstimmen und daß es wie unseren anderen türkischen Mitbürgern, auch für unsere syrischen Mitbürger nötig ist, dem selbe Gesetz und den vorgenommenen Präventivmaßnahmen zu gehorchen; 
 daß absolut kein Nutzen liegt in falschen Berichten, die weder im Interesse des Landes noch unserer Bürger sind, die im Ausland leben, 
und daß Zwietracht gesät wird zwischen unseren Bürgern, die Mitglieder dieser religiösen Gemeinden sind, die eine umfassende Kultur 
seit Jahrhunderten unter uns gebildet haben; 
 daß diese Berichte das Ergebnis von Aktionen mit provokativen Versuchen ist, die in Opposition zu unserem Land liegen; und deshalb ist keine Aktion bezüglich des Gouverneurs von Mardin nötig. 

 


Web Master: Gabriel Rabo
Updated: 08.02.1998
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