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Mardin City kann ohne das syrische Kloster Deir Za‘faran nicht als Weltkulturerbe anerkannt werden

SOLNews - Das Rätsel, warum die antike Stadt Mardin im Jahre 2003 als Weltkulturerbe nicht in die Liste der UNESCO aufgenommen wurde, ist nun gelöst. Wie zu vermuten war, wurde die Aufnahme der Stadt Mardn durch die UNESCO zunächst deswegen abgelehnt, weil das syrische Kloster Deir Za‘faran von den türkischen Behörden nicht berücksichtigt wurde, als die Aufnahme der Stadt Mardin im Jahre 2002 beantragt wurde. Auf die Frage des Verfassers dieses Textes an den syrischen Pfarrer Gabriel Akyüz von Mardin, warum eigentlich das alte Kloster Deir Za‘faran nicht in die Liste der antiken Denkmäler von Mardin aufgenommen worden sei, bekam er die Antwort, dass die türkischen Behörden die Aufnahme mit der Behauptung verweigerten, das Kloster liege angeblich 2 km außerhalb des 3 km breiten Grenzbereiches der Stadt Mardin und gehöre daher nicht zur Stadt Mardin.

Nachdem die UNESCO der Türkei eine Lektion als Warnsignal zum Schutz auch der syrischen Denkmäler innerhalb ihrer Staatsgrenze erteilt hatte, gaben nun die zuständigen Behörde bekannt, dass man angeblich vergessen hätte, das syrische Kloster in die Denkmälerliste aufzunehmen. Das im 5. Jh. erbaute Kloster Deir Za‘faran wird diesmal doch in die Liste der antiken Denkmäler von Mardin aufgenommen und Ende 2004 erneut ein Antrag bei der UNESCO gestellt, in der Hoffnung, dass Mardin bald als Weltkulturerbe anerkannt wird.

Gabriel Rabo


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Updated: 12.02.2004
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