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Den Mönchen des Klosters Mor Jakob von Sarug das heilige Kreuz verliehen

Die Mönche Raban Nathanael (l.) und Raban Stephan (r.) zusammen mit dem Bischof Mor Dionysius Isa Gürbüz (Foto priv.)SOLNews – Warburg. Mit Einverständnis des Patriarchen von Antiochien, S.H. Mor Ignatius Zakka I. Iwas hat der Diözesanbischof Mor Dionysius Isa Gürbüz am 25.10.2002 die Mönche Raban Nathanael Yusuf und Raban Stephan Fidan mit dem heiligen Kreuz geehrt. Die feierliche Verleihung fand während der Feier der heiligen Eucharistie im Kloster Mor Jakob von Sarug in Warburg statt. Das Verehrungskreuz wird hauptsächlich den Mönchpriestern und seit geraumer Zeit verheirateten Weltpriestern nach langjähriger Amtszeit nur mit Erlaubnis des Patriarchen der syrisch-orthodoxen Kirche verliehen. Getragen wird das heilige Kreuz hauptsächlich im Gottesdienst und bei Anlässen auf bestimmten Veranstaltungen.

 

Raban Nathanael wurde in der Stadt Hassakeh im Syrien geboren, wo hauptsächlich die aus Mardin (bei Tur Abdin) nach den Massakern von 1915 geflüchteten Syro-Aramäer wohnen. Nach seinem vierjährigen theologischen Studium am Theologischen Seminar des Patriarchen, Mor Ephrem in Damaskus, wurde er 1998 Mönch und im darauf folgenden Jahr zum Priester geweiht. Dann kam Raban Nathanael in das Kloster Mor Jakob von Sarug nach Warburg, wo er zuerst als Spiritual und seit kurzem als Inspektor tätig ist. Darüber hinaus lehrt er im Klosterseminar Liturgie und Kirchenmusik. 

 

Raban Stephan ist ein Tur Abdiner, geboren 1979 in der schwedischen Diaspora, in Göteborg. 1993 machte er seine theologische Ausbildung ebenfalls am Theologischen Seminar in Damaskus, wo er dann 1998 dem Mönchtum beitrat. Zehn Tage nach seiner Priesterweihe kam er im August 2002 in das Kloster Mor Jakob von Sarug nach Deutschland. Seitdem lehrt Raban Stephan am Seminar die heilige syrische Sprache. 

 

Im syrisch-orthodoxen Kloster Mor Jakob von Sarug in Warburg leben außerdem noch zwei weitere Mönche und eine Nonne zusammen mit dem Bischof Mor Dionysius Isa Gürbüz. Als erster des 1997 gegründeten Klosters wurde Dayroyo Aday 2000 zum Mönch und 2002 zum Diakon geweiht. Das Kloster ist sowohl Zentrum der syrischen Diözese von Deutschland als auch die sich im Aufbau befindende Ausbildungsstätte für herangehende syrische Lehrer und Geistliche. Zur Zeit befinden sich im Kloster 9 Alumnen, die gleichzeitig die staatliche Schule in der Stadt besuchen.

Gabriel Rabo


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Updated: 11.02.2003
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