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Patriarch von Antioch Mor Ignatius Zakka Iwas die heilige Eucharistie in Antiochien gefeiert

Antiochien erlebte einen historischen Tag. Die Stadt mit der drittgrößten Bevölkerung nach Rom und Alexandrien war ein kulturelles Zentrum im Römerreich. Sie bewahrte auch in der christlichen Zeit diese Bedeutung.

Antiochien, wo man die Anhänger Jesu erstmals "Christen" nannte, hat einen wichtigen Stellenwert in der Geschichte der Syrischen Christenheit. Dort entstand die "Schule von Antiochien", die auf aristotelischer Philosophie beruhte, im Gegensatz zur platonischen Richtung in Alexandrien. Diese Art des Denkens beeinflußte die Städte mit überwiegend syrischer Kultur wie Edessa, Harran, Nisibis und Gundeshapur. Bei den christologischen Auseinandersetzungen des 5. Jh. spielten aristotelische und platonische Philosophie eine bedeutende Rolle.

Antiochien hat durch seinen spirituelle und kulturellen Reichtum einen je eigenen Klang im Herzen jedes Syrischen Christen. Die Stadt hat das Patriarchat der Syrischen Kirche bis 518 beherbergt. Obwohl der Patriarch nach dem 6. Jh. nicht mehr in dieser Stadt war, behielt und trägt er bis heute den Titel "Patriarch von Antiochien und dem ganzen Osten".

Antiochien wurde Ort der Feierlichkeiten anläßlich des 2000. Jahrestages der Geburt Christi. Seine Heiligkeit Patriarch Ignatius Zakka I. Iwas und die Teilnehmer an der Synode fuhren am Samstag, 1. April 2000 nach Antiochien. Nach der Messe am 2. April in der alten Petruskirche sagte seine Heiligkeit folgendes: "Das Christentum verbreitete sich von dieser Stadt aus. Deshalb wird Antiochien als ‘Stadt Gottes’ angesehen. Sie ist nach Jerusalem die wichtigste Stadt der Christenheit. Deshalb hat sie auch einen besonderen Platz im Herzen eines jeden Syrischen Christen. Unsere Vorfahren haben für die Syrische Christenheit in Antiochien mit großem Einsatz gearbeitet, wobei viele als Märtyrer starben. Der Grund unseres Aufenthaltes hier ist die Verehrung der Reliquien dieser Heiligen."

Während des zweitägigen Aufenthaltes gab der Patriarch eine Pressekonferenz und machte einige offizielle Besuche: beim Gouverneur von Antiochien, beim Sicherheitschef und beim Bürgermeister der Stadt. Er wurde dabei von Erzbischof Timotheos und Erzbischof Filoxenos und Laienvertretern beider Diözesen begleitet.

An der Messe nahmen 18 Bischöfe verschiedener Kirchen und 14 Mönche teil, ebenso feierten Christen von Antiochien, dem Turabdin, Mardin, Elazig, Istanbul und von verschiedenen Ländern Europas und der ganzen Welt mit. Antiochien freute sich über die syrischen Lieder, die von weißgekleideten Diakonen in den Straßen gesungen wurden.

Source: Stimme des Tur'Abdin


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Updated: 14.08.2000
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