Der Patriarch Mor Ignatius Zakka Iwas verurteilte die türkische Aktion
gegen die Schließung der syrischen Klöster im Tur'Abdin

[In English]


Es ist sehr bedauerlich, daß die türkische Regierung wieder die syrischen Klöster und Priesterseminare geschlossen und die syrische Sprache im Tur'Abdin, in dem türkischen Teil Mesopotamiens, verboten hat. Das ist eine nichtdemokratische Aktion der Türkei und eine große Menschenrechtsverletzung.

Diesbezüglich hat der Patriarch der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien, Mor Ignatius Zakka Iwas, die neue türkische Aktion scharf verurteilt. Seine Heiligkeit der Patriarch äußerte sich gestern (25.10.1997) bei der Diözesanversammlung der syrisch-orthodoxen Diözese in Mor Yakub-Kloster in Warburg/Deutschland. Er verurteilte auch die individuellen Suryoye, die mit den Kurden arbeiten wollen. Der Patriarch sagte mit den Worten: "Wir vergeben keinen Suryoye, die Probleme und Konflikte zwischen den Suryoye in der Türkei und der türkischen Regierung verursachen und im Namen der Suryoye oder syrischen Kirche sprechen wollen". Seit über einem Jahr bildet sich eine Gruppe von den sogenannten "Assyrer" in europäischen Ländern, die sich als mtakse, "dauronoye" oder furqono ("Revolutionäre") nennen, und eigene Informationen über die Suryoye im kurdischen MED-TV ausstrahlen.

Wir, Suryoye, appelieren an die türkischen Regierung, die Unterdrückung der wenigen gebliebenen Suryoye aber auch der anderen Minderheiten in der Türkei zu stoppen, die geschlossenen Klöster wieder zu eröffnen und zu erlauben, daß die syrische Sprache weiter gelehrt, syrische Kultur und Tradition in der Türkei ohne Hindernisse gepflegt werden können. Denn das Verbot des Syrischen, der Sprache Jesu Christi, bedeutet einen großen Verlust der unschätzbaren alten Kultur in der Türkei, in Mesopotamien und auch in der Welt.


Autor: Gabriel Rabo
Updated: 27.10.1997

[HOME] [News]