Suryoyo Online's News

www.suryoyo-online.org


 

Menschenrechtsorganisation appelliert zum Kinostart von "Die Passion“ zur Rettung der aramäischen Sprache in der Türkei

 

Jesus Christus sprach aramäisch - Unterschriftenaktion gegen Diskriminierung und Illegalität der aramäischen Sprache in der Türkei

 

SOLNews/IGFM - Frankfurt/M.  (17. März 2004) - "Rettet die aramäische Sprache!" Dazu ruft die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) anlässlich des Deutschland-Starts am 18. März 2004 des Mel Gibson-Films „Die Passion Christi“ auf.  Das im Film verwendete Aramäisch, die Sprache Jesu,  wird insbesondere in den auf die Antike zurückgehenden syrisch-orthodoxen Klostern des Tur Abdin (Südost-Türkei gepflegt. Weil noch immer ein behördliches Verbots für die Lehre der aramäischen Sprache besteht, ist die Sprache vom Untergang bedroht. Durch eine Anerkennung als immaterielles Weltkulturerbe kann sie jedoch gerettet werden.

 

Mit dem Start von „Die Passion“, der die Sprache Jesu in zahlreichen Ländern  in Erinnerung ruft, beginnt die IGFM eine Unterschriftenkampagne für die Anerkennung des Aramäischunterrichtes und des Minderheitenstatus der aramäischen Christen in der Türkischen Republik. "Das am 6.Oktober 1997 ergangene Lehrverbot durch den zuständigen Provinzgouverneur Fikret Güven von Mardin besteht bis heute fort", erklärt dazu Karl Hafen, Geschäftsführender Vorsitzender der IGFM.

 

Zwar wird der Unterricht für die zur Zeit rund 70 Schüler in bedeutenden Klöstern und Bischofssitzen wie Mar Gabriel und Dayrulzafaran geduldet, das bleibende Unterrichtsverbot drängt jedoch Schüler und Klosterschulen in eine gefährliche  Illegalität. Die IGFM fordert die sofortige Aufhebung des Aramäisch-Lehrverbotes und eine offizielle Anerkennung der entsprechenden Ausbildungsstätten. Durch das Verbot der aramäischen Sprache wird die Religionsfreiheit hinsichtlich des "Rechtes auf Lehre, Ausübung des Gottesdienstes und Vollziehung von Riten" (Art. 18 AEMR) massiv verhindert. Dies gilt insgesamt für die Minderheitenrechte der noch rund 15.000 aramäischen Christen in der Türkei, denen unter anderem der Bau eigener Kirchen verwehrt wird. Karl Hafen: " Ein Antrag der Türkei, das Aramäische, die Sprache Jesu, als „immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe“ anerkennen zu lassen, wäre eine Geste für die weltweite Christenheit und die gesamte Menschheit".

 


© Suryoyo Online
Webmaster: Gabriel Rabo
Updated: 29.03.2004
Copyright 2004

[HOME] [NEWS]