Die Untergrundorganisation der revolutionären 'Assyrer-Suryoye'


  FOEDERATION DER SYRISCH-ARAMAEISCHEN VEREINE IN DEUTSCHLAND - Der Bundesvorstand -  

Warnung vor Untergrundorganisation

     Sehr geehrte Damen und Herren, schlomo

     aus aktuellem Anlaß möchten wir Sie über die Aktivitäten der Untergrundorganisation informieren, die seit
     geraumer Zeit unter einigen widersprüchlichen Bezeichnungen wie „Revolutionäre Assyrer-Suryoye“ (türkisch:
     ‘devrimci asuri-süryaniler’), „Rinyo-Hiro“, Suryoye-Mtakse und ähnlichem auftritt und Unruhe und Unfrieden
     innerhalb unserer Bevölkerung stiftet. Die „phantasiereiche“ Namensgebung macht die radikale Ideologie der
     Gruppe deutlich: es handelt sich hierbei um eine gefährliche und zu allen Mittel bereite Organisation, die gegen
     Andersdenkende offen mit Gewalt droht. Es ist unser Anliegen die aramäische Bevölkerung über die aktuellen
     Erkenntnisse über diese „Radikalen“ aufzuklären, die es nach unserem Informationsstand verschuldet haben,
     daß die türkischen Behörden das Kloster „Mor-Gabriel“ geschlossen haben.

Die negativen Auswirkungen für die Aramäer:

     Die Folgen der Arbeit dieser Untergrundorganisation für unsere Bevölkerung sind gravierend. Wir verlieren das
     Ansehen in Deutschland und in der Türkei eine stets friedliche und friedliebende Minderheit zu sein. In
     zahlreichen Gesprächen mit den verschiedensten Regierungsstellen, konnten wir immer darauf hinweisen, daß
     von den Aramäern keine Bedrohung ausgeht, Dieses haben uns die Regierungsvertreter immer wieder bestätigt.
     Sollten die Aramäer diese Gruppe unterstützen, und an Aktionen wie z.B. Demonstrationen und Märsche
     teilnehmen, werden wir das mühselig gewonnene Vertrauen der deutschen Behörden und Bevölkerung sehr
     schnell verlieren. Die Behörden würden dazu übergehen uns genau wie die verbotenen kurdischen
     Organisationen zu behandeln. Polizei und Sicherheitsdienste würden dann die Arbeit unserer Vereine und
     Kirchengemeinden mit Mißtrauen beobachten und registrieren. In einem Gespräch mit dem
     Bundesinnenministerium am 10. Oktober, hat die syrisch-aramäische Föderation deutlich gemacht, daß es sich
     nur um eine kleine Gruppe handelt, die nicht repräsentativ ist für die Aramäer. Wir haben darauf hingewiesen,
     daß die Aramäer auch weiterhin eine friedliche Minderheit bleiben werden und die Mehrheit der Aramäer auf
     keinen Fall in Zusammenhang zu bringen ist mit diesen Gruppen. Das Bundesinnenministerium hat uns
     unmißverständlich darauf hingewiesen, daß Aramäer die straffällig geworden sind, unverzüglich in die Türkei
     abgeschoben werden. Es ist deutlich gemacht worden, daß diese neue Entwicklung den Sicherheitsbehörden der
     Bundesrepublik nicht unbekannt geblieben ist.

     Schlimmer noch sind die Auswirkungen auf die in der Heimat verbliebenen Aramäer. Im Tur-Abdin haben die
     türkischen Behörden das Kloster „Mor-Gabriel“ geschlossen. In der uns vorliegenden Begründung des
     Beschlusses, rechtfertigen die Behörden die Schließung mit Gesetzen, die Mitte der 60er Jahre eingeführt
     wurden. Es ist offensichtlich, daß nicht diese alten Gesetze der Grund für diesen Schritt sind, sondern die
     Zunehmenden Aktivitäten dieser Gruppen. In den vergangenen Jahren haben die sich als „assyrisch“
     bezeichnenden Organisationen und aktuell auch die „revolutionären Assyrer-Suryoye“ den heiligen Namen des
     Klosters zunehmend für ihre Werbezwecke mißbraucht. Sie haben zusammen mit ihren Helfern in Europa ein
     falsches Bild von unserer Bevölkerung vermittelt. Der Name des Kloster ist oft in Zusammenhang gebracht
     worden mit diesen Gruppen, die mit dem Kloster Werbung für ihre Ideologien betrieben haben. Ständig wurde
     in den Medien von „assyrer-suryoye“ im Kloster und im Tur-Abdin gesprochen, daß wir jetzt die Folgen dieser
     falschen Propaganda sehen. [...]

     Als die revolutionären Assyrer-Suryoye auch noch im kurdischen Fernsehen „MED-TV“ ihre Propaganda
     verbreitet haben und sich offen auf die Seite der Kurden gestellt haben, haben die Auswirkungen dieser
     Aktivitäten nicht lange auf sich warten lassen. Wer noch daran gezweifelt hat, daß diese Gruppe für die Kurden
     arbeitet, der frage jemanden, der den kurdischen Sender schon einmal zugeschaltet hat. In den Sendungen
     dieser Gruppe, die in Aramäisch gesendet werden, wird die Propagandamaschine für die kurdische Sache
     gedreht und der Tur-Abdin für diese Zwecke mißbraucht. Diese Sendungen, die oft über das Kloster berichtet
     haben, sind natürlich den türkischen Behörden nicht lange unbekannt geblieben. Es ist der Eindruck entstanden,
     daß sich die Aramäer mit den Kurden solidarisiert haben und gemeinsam gegen die Türkei kämpfen. So hat
     dann der Gouverneur von Mardin die Schließung des Kloster veranlaßt. Natürlich hat die syrisch-aramäische
     Föderation gegen diese Schließung Protest eingelegt, wir fordern die sofortige Aufhebung des Beschlusses.

                      Einige Hintergrundinformationen über diese Gruppe

Wer hat die „revolutionären Assyrer-Suryoye gegründet ?

     Die „revolutionären Assyrer-Suryoye“ oder welche anderen Namen sie noch tragen, wurden nicht von
     Aramäern gegründet ! Hinter ihnen steht eine radikale kurdische Organisation, die für einen kurdischen Staat auf
     dem Gebiet der Türkei kämpft. Die „revolutionären“ werden einzig und allein von dieser kurdischen
     Organisation finanziert und organisiert. Deswegen haben sie auch die selbe politische Ideologie, nämlich den
     radikal-kommunistischen Marxismus. Die Führung dieser Gruppe steht nicht in Händen von Aramäern, sondern
     der kurdischen Organisation. Die „revolutionären“ arbeiten mit den selben Methoden. Sie haben eine absolut
     identische Struktur und versuchen auf dem selben Weg sich innerhalb der Bevölkerung zu verbreiten.

Warum haben die Kurden diese Gruppe gegründet ?

     Seit dem die Kurden den Kampf gegen den türkischen Staat aufgenommen haben, versuchen sie auch die
     Aramäer für ihre Ziele zu gewinnen. Sie haben nicht nur seit Ende der 70er Jahre versucht die Aramäer in ihren
     Kampf zu verwickeln, sondern auch finanzielle und moralische Unterstützung angestrebt. Jedoch waren die
     Versuche der Kurden nicht erfolgreich. Die Aramäer haben sich nicht für diese fremden Ziele überzeugen
     lassen. Denn die Wunden aus den Jahren 1914-1923 sind immer noch nicht verheilt, als die Kurden im Auftrag
     der Jungtürken neben zwei Millionen Armeniern auch bis zu 500.000 Aramäer vernichteten um das Land der
     Aramäer als Belohnung für diesen Völkermord zu bekommen. Auch die ständigen Anstrengungen der
     kurdischen Organisationen in Europa die Unterstützung der Aramäer zu bekommen haben fehl geschlagen. Als
     die Kurden gemerkt haben, daß sie auch mit Hilfe der sich als „Assyrer“ bezeichnenden Gruppe nicht die
     Sympathie unserer Bevölkerung gewinnen können, haben sie eingesehen, daß die Aramäer sich nicht für die
     Ziele der Kurden gewinnen lassen. Doch ohne die Zustimmung der Aramäer, haben die Kurden keinen
     rechtmäßigen Anspruch auf das Gebiet, was sie fälschlicherweise als „Kurdistan“ bezeichnen. Denn die
     völkerrechtlichen Ureigner von diesem Land sind nicht die Kurden, sondern wir, die Aramäer. Solange wir als
     Volk und rechtmäßige Besitzer von diesen Gebieten nicht dem „kurdischen Staat“ zustimmen, wird die
     Völkergemeinschaft ein „Kurdistan“ nicht anerkennen. Die Kurden sind also auf die Hilfe der Aramäer
     angewiesen.

     So wurde dann vor wenigen Jahren ein neuer Plan entwickelt. Die „sturen“ Aramäer, sollten an die kurdischen
     Organisationen angegliedert werden, ohne zu merken, daß sie für diese Ziele arbeiten. Dazu wurde ein Aramäer,
     der seit Jahren bei der kurdischen Organisation einen hohen Posten besetzt, formell aus der Führung entlassen.
     Diese Person wurde beauftragt eine Scheinorganisation zu gründen, die nicht öffentlich für die Ziele der Kurden
     arbeitet, sondern für die Aramäer. Die Idee dieses Planes ist, die Aramäer zunächst mit eigenen Parolen zu
     gewinnen und sie dann langsam an die Kurden heran zuführen, wenn sie sich in der Struktur der Organisation
     vertieft haben. So wurden dann einige Aramäer mit der Ideologie dieser Gruppe geschult und bekamen den
     Auftrag mit dem „Schneeballsystem“ immer mehr Aramäer anzuwerben.

Die Ziele der „revolutionären Assyrer-Suryoye“:

     Wir möchten daran erinnern, daß die syrisch-aramäische Föderation schon vor sehr langer Zeit Erkenntnisse
     über die eigentlichen Ziele dieser Gruppe gesammelt und die Bevölkerung informiert hat, noch bevor die
     Bevölkerung Kenntnis von der Existenz der Gruppe hatte. Wir wiederholen unsere Mahnung sich nicht dadurch
     beirren zu lassen, daß die Sympathisanten und Mitglieder dieser Gruppe Aramäer sind (sie selbst nennen sich
     Assyrer-Suryoye), unsere Sprache sprechen und angeben, daß es ihnen um die Interessen unseres Volkes geht.
     Die Aramäer, die vorgeschickt werden um neue Personen anzuwerben und Propaganda für die Gruppe zu
     machen, erfüllen nur den Zweck die Aramäer für fremde Ziele zu gewinnen. Die revolutionären beabsichtigen,
     die aramäische Bevölkerung in Europa radikal zu organisieren und sie den Kurdischen Organisationen
     einzugliedern. Die Mitglieder werden auf speziellen Seminaren mit Propaganda und auswendig gelernten
     Parolen geschult, die den Aramäern erklären soll, sie müssen zur Gewalt greifen um sich gegen ihre Feinde zu
     wehren. Als einziger Feind der Aramäer wird der türkische Staat dargestellt, als einziger Freund, die Kurden. Es
     wird den Personen eingeredet, daß sie nur mit Hilfe des kurdischen „Brudervolkes“ (offizielle Bezeichnung der
     revolutionäre) einen eigenen Staat errichten können. Aus den Gesprächen mit diesen Personen werden sie
     selber sehr schnell festgestellt haben, daß die Argumente dieser Personen identisch sind mit denen der radikalen
     Kurden. Auch das Schriftmaterial ist komplett von den Kurden übernommen und so auch die auswendig
     gelernten Parolen.

     Die revolutionären werden weiterhin versuchen, die Bevölkerung für diese Zwecke zu beherrschen. Sie müssen
     sich darauf einstellen, daß sie in den Gemeinden wo sie eine größere Anzahl von Sympathisanten überzeugen
     konnten, nicht nur moralische, sondern auch finanzielle Unterstützung einfordern werden, wenn nötig mit
     Gewallt. Sie haben schon versucht zahlreiche Veranstaltungen von Vereinen, Gemeinden etc. mit Aufruhr und
     Aggression zu stören. Sie verfolgen die Taktik durch Angst und Einschüchterung, die friedlichen aramäischen
     Familien daran zu hindern ihre Vereine und ihre Kirchen zu unterstützen.

     An dieser Stelle möchten wir erwähnen, daß die syrisch-aramäische Föderation und die Führung der
     syrisch-orthodoxen Kirche von Deutschland die selbe Meinung zu den „revolutionären“ vertreten. Wir sind
     zusammen mit der Kirchenführung völlig einig, daß diese Gruppe eine Bedrohung für unser Volk darstellt und
     kein Aramäer diese Gruppe unterstützen darf. Es ist offensichtlich, daß sie mit allen Mitteln versuchen die
     syrisch-orthodoxe Kirche zu bekämpfen und ähnlich wie die sich als „Assyrer“ bezeichnenden Personen, die
     Kirche in Verruf zu bringen. Die Propaganda und Parolen sind uns aus der damaligen Zeit nur gut bekannt: Die
     Aramäer sollen nicht den Kirchenbau finanzieren, sondern die Bewaffnung, wir sollen nicht die Pfarrer und
     Religionslehrer unterstützen, sondern die durch das Land fahrenden Vertreter dieser Gruppe, wir sollen unser
     Geld nicht der Kirche, sondern der Untergrundorganisation geben. Es liegt natürlich in der Natur der
     aramäischen Kultur sich gegen solche Parolen zu wehren.

Wichtiger Hinweis:

     Die Syrisch-aramäische Föderation lehnt jede Zusammenarbeit mit diesen Radikalen strengstens ab. Wir weisen
     alle unsere Mitgliedsvereine erneut darauf hin, daß die Zusammenarbeit, Unterstützung, Förderung oder
     Akzeptanz dieser Gruppe oder ihrer Ziele auf keinen Fall erlaubt sind. Ein Verstoß gegen diesen ausdrücklichen
     Verbot kann und wird nicht nur zu ernsthaften Konsequenzen für diesen Verein führen, sondern auch zu
     satzungsgemäßen Folgen. Wir weisen alle Vorstände darauf hin, daß eine Nichtbeachtung dieses Verbotes zu
     einer Austragung aus dem deutschen Vereinsregister führen kann. In Folge dessen, würde der Verein die
     Bezeichnung „e.V“ samt aller Vereinsrechte verlieren, auch ein Verbot des Vereins kann gerichtlich erzwungen
     werden. Wir möchten Sie bitten auch ihre Mitglieder, den Gemeinderat sowie den Geistlichen Ihrer Gemeinde
     über diese Punkte zu informieren. In Ihrem und im Interesse der Bevölkerung möchten wir Sie auffordern, die
     Bevölkerung ausreichend aufzuklären. Die Bevölkerung ist auf Ihre Informationen angewiesen und erwartet
     auch mit Recht, daß sie dem nachkommen.

     Mit freundlichen Grüßen

     Der Bundesvorstand
 


Web Master: Gabriel Rabo
First Updated: 10.02.1998, Last Updated 7.8.2000
Copyright 1997
[HOME] [News]