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Syriac Universal Alliance
am Zehnten Kongress der Vereinten Nationen teilgenommen

Thema: Verbrechensverhütung und
die Behandlung Straffälliger

10. bis 17. April 2000 in Wien, Österreich

Die Syriac Universal Alliance (SUA) wurde von den Vereinten Nationen (UNO) im Juli 1999 als nichtstaatliche Organisation (Non – Governmental Organizations, NGOs) anerkannt. Nun ist es der SUA möglich, die Interessen des syrisch–aramäischen Volkes vor der UNO zu vertreten. Es wurden Delegierte gewählt, die die SUA in den Headquarters der UNO (Genf, Wien und New York) vertreten. Herr Gabriel Gabor wurde als Hauptdelegierte der SUA für Wien gewählt.

Vom 10. bis 17. April 2000 fand in Wien der zehnte Kongress der UNO für Verbrechensverhütung und die Behandlung Straffälliger statt. An diesem Kongress, der nur alle fünf Jahre stattfindet, hat Herr Gabor teilgenommen. Durch die Mithilfe von Herrn Mathias Bahoo, der seit 18 Jahren als bediensteter bei den Vereinten Nationen beschäftigt ist, konnte die Teilnahme noch rechtzeitig angemeldet werden.

Der Kongress verlief sehr interessant. Südafrikas Justizminister Penuel Mpapa Maduna wurde am ersten Tag zum Präsidenten des zehnten Kongresses der UNO gewählt. Herr Maduna sagte, dass man im Kampf gegen Verbrechen berücksichtigen müsse, dass die Auswirkungen von Verbrechen nicht vor nationalen Grenzen halt machen, und dass Verbrechen Staaten unterschiedlich beeinflussen. In diesem Zusammenhang bietet die Deklaration, die zur Annahme am Ende des Kongresses vorgeschlagen wird, eine Möglichkeit, sich auf gemeinsame Rahmenbedingungen in Vorbereitung auf die Generalversammlung zu einigen und die Entschlossenheit der Staatengemeinschaft, Verbrechen zu bekämpfen, zu unterstreichen.

Um das weltweite organisierte Verbrechen zu bekämpfen, muss man weltweite Anstrengungen vornehmen und funktionierende Netzwerke technischer und juristischer Zusammenarbeit errichten. Andernfalls wären die genannten Bemühungen immer einen Schritt hinter dem organisierten Verbrechen zurück. Diese Meinung vertrat die stellvertretende Generalsekretärin Louise Frechette bei der Eröffnung des zehnten Kongresses in Wien.

In ihrer Rede erklärte Frau Frechette, dass die noch nie da gewesene Herausforderung der modernen und zunehmend weltweit agierenden Kriminalität es deutlich gemacht hätte, dass kein Staat alleine erfolgreich gegen das anwachsende grenzüberschreitende Verbrechen vorgehen kann. Weltweite Anstrengungen, um eine friedlichere und wohlhabendere Welt, basierend auf gemeinsamen juristischen und demokratischen Werten sowie den Menschenrechten sicherzustellen, sind unausweichlich.

Der Generalsekretär des Kongresses, Pino Arlacchi, sagte angesichts der weltweiten Bedrohung durch organisierte Kriminalität sei es wichtig, der Weltbevölkerung ein Leben in Rechtsstaatlichkeit zu garantieren. Es sei wichtig einen neuen und besseren Schutz gegen Verbrechen aller Art sowie deren Auswirkungen zu errichten. Der Kongress tritt zusammen, um weltweite Rechtsstaatlichkeit sicherzustellen.

In einer Stellungnahme vor der Plenarversammlung, sagte die Justizministerin Polens, Hanna Suchocka, dass Verbrechensverhütung weitreichenden Aktionsspielraum haben sollte und vor allem auch junge Menschen die Möglichkeit zu geben sich solchen Massnahmen anzuschliessen und zu informieren.

Die Notwendigkeit moderne Programme zur "Verbrechensverhütung", die die Einbindung aller Bevölkerungsgruppen vorsieht, zu entwickeln und umzusetzen, ergibt sich aus moralischen Gründen und nicht zuletzt aufgrund der steigenden Kosten der "Verbrechensbekämpfung".

Uruguays Delegierte, Fructuoso Pittaluga Fonseca, der im Namen der "Gruppe der 77" Entwicklungsländer und China sprach, unterstrich, dass neben der Einbindung aller Bevölkerungsgruppen auf nationaler Ebene auch die Einbindung aller internationaler Gruppen und Staaten unerlässlich sei, um erfolgreich gegen das Verbrechen vorgehen zu können. Entwicklungsländer mit technischen Hilfsmitteln für das Vorgehen gegen organisiertes Verbrechen zu versorgen ist wesentlich, um es diesen Länder zu ermöglichen, deren demokratische Strukturen aufzubauen, die Unabhängigkeit ihres Strafrechtssystems zu gewährleisten, internationale Richtlinien im Umgang mit organisiertem Verbrechen umzusetzen und die Ausgrenzung von Minderheiten und deren Diskriminierung in diesen Ländern zu vermeiden.

Der zehnte Kongress der Vereinten Nationen für Verbrechensverhütung und die Behandlung Straffälliger in Wien hat seine einwöchige Tagung erfolgreich beendet. Die "Wiener Erklärung über Verbrechen und Gerechtigkeit" ("Vienna Declaration on Crime and Justice"), die am Samstag, den 15. April 2000, nach mehrtägigen Verhandlungen bereits durch die anwesenden Minister im Rahmen des Tagungsteils auf hoher Ebene bestätigt wurde, ist durch die Plenarversammlung des Kongresses einstimmig verabschiedet worden.

Plenarversammlung:

Die beiden Komitees präsentierten, nach abschliessenden Sitzungen der Plenarversammlung die Ergebnisse ihrer Verhandlungen. Unter Bezugnahme auf die diskutierten Punkte der Kongresstagesordnung und die vier abgehaltenen Workshops, informierte man die Plenarversammlung über die Ergebnisse der Verhandlungen.

Mit Nachdruck wies man darauf hin, dass die wachsende Bedrohung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität nur durch verstärkte internationale Zusammenarbeit zu bewältigen sei. Diese Zusammenarbeit sollte zudem auf alle Möglichkeiten zurückgreifen können, sich die Ergebnisse des technischen Fortschritts, entsprechend der weltweiten moralischen und ethischen Werte, zu Nutzen zu machen, da der Kampf gegen das Verbrechen andernfalls zum Scheitern verurteilt wäre.

Im Bewusstsein der Notwendigkeit und Wichtigkeit, die Verhandlungen über die UNO Konvention gegen grenzüberschreitendes organisiertes Verbrechen voranzutreiben und schnellstmöglich abzuschliessen, wurde der zehnte Verbrechenskongress damit beendet.

An diesem Kongress nahmen über 3.000 Personen von 188 Mitgliedsländer der UNO und nichtstaatlicher Organisationen (Non-Governmental Organizations, NGOs) teil.

Eine dieser nichtstaatlichen Organisationen ist die Syriac Universal Alliance, die zum ersten mal im 21. Jahrhundert an einem Kongress der Vereinten Nationen teilgenommen hat.

Im Anschluss an diesen Bericht verweise ich auf das zusammengestellte Informationsmaterial in englischer und deutscher Sprache.

NGOs – Delegierte
der Syriac Universal Alliance
GABRIEL GABOR

Heilbronn, den 08.06.2000


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Updated: 14.06.2000
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