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Türkischer Minister will die syrischen Handschriften in Europa zurückfordern

 

Türkischer Minister schaut die syrischen Handschriften an

SOLNews – 13.1.2010. Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi hat der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu die Forderung erhoben, die syrischen Handschriften, die aus den syrischen Klöstern entfernt wurden und sich heute in den westlichen Bibliotheken befinden, an diese zurückgegeben werden müssen. "Wir werden ihren jetzigen Aufbewahrungsort verfolgen. Sie sind ein wertvoller Schatz unseres Landes", sagte der Minister. Der Minister war zuvor im Kloster Deirzafaran zu Besuch, wo der Bischof von Mardin, Philoxenos Saliba Özmen, ihm einen alten und riesigen syrischen Kodex zeigte.

Die meisten der syrischen Handschriften befinden sich in den großen Bibliotheken des Vatikan, in Berlin, London, Oxford, Cambridge, Paris, Birmingham, einige auch in Florenz, Petersburg sowie in den USA.

Die syrischen Klöster in der Türkei besaßen in der Vergangenheit viele alte Handschriften. Die meisten davon wurden während des Völkermordes an den Syrern von Türken und Kurden unwiederbringlich vernichtet. In den gegenwärtigen syrischen Klöstern gibt es nur einige hunderte syrische Handschriften, vor allem in den Bibliotheken von Deirzafaran, Mor Markus in Jerusalem und Diyarbakir. Die Handschriften sind in den letzten Jahrzehnten auch Zielscheibe für Räuber und Plünderer geworden. So wurden am 7.1.2003 die wertvollen Bibelhandschriften der Mutter-Gottes Kirche in Diyarbakir, am 17.4.2003 der Vierzig-Märtyrer Kirche in Mardin und vor kurzem am 21.11.2009 der Mor Jakob-Kirche in Midon entwendet.

 Gabriel Rabo

 

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Gabriel Rabo
Updated:
13.1.2010
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